Förderung der Gleichstellung

Für Gleichstellungsbeauftragte und Mitarbeitende von Hochschulen, Fakultäten sowie deren Stellvertreter*innen

Die Förderung der Gleichstellung ist oft fester Bestandteil von Leitbildern, Zielen, Leistungsvereinbarungen und Verordnungen der Hochschulen. Auch in Berufungsverfahren werden Chancengerechtigkeit, Transparenz und die Berücksichtigung familiärer Pflichten groß-geschrieben.

In der Weiterbildung setzen sich die Teilnehmenden zunächst mit den Regularien und Verordnungen zu Berufungsverfahren an ihrer Hochschule auseinander. In einem zweiten Schritt sollen unterschwellige Ausschluss-Mechanismen und Argumente, die implizit das traditionelle Bild eines klassischen „Wissenschaftlers“ voraussetzen, aufgedeckt und bewusst gemacht werden. Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien und reflektieren darüber, welches Vorgehen sich in Berufungsverfahren bewährt hat.

Themenschwerpunkte

Gleichstellungspolitischer Hintergrund: Frauenförderung und Gleichstellungspolitik in Sachsen
Wissen: Zum Ablauf des Berufungsverfahrens und Rechten der Beteiligten
Verstehen: Versteckte Mechanismen und ungeschriebene Gesetze erkennen
Handeln: Strategien für mehr Chancengerechtigkeit entwickeln und anwenden
Einflussmöglichkeiten und Grenzen
Berufungsverfahren, Einstellung des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals
Zusammenarbeit mit dem Senat, Berufs- und Haushaltskommission sowie den Fakultätsräten
Förderinstrumente der Hochschule zum Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen bei Professuren
Kooperation mit dem Personalrat
Fallbesprechung/Erfahrungsaustausch


Gemeinsam eine Lösung finden

Für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, deren Stellvertreter/-innen, Führungskräfte, Mitarbeitende der Personalverwaltung, interessierte Personen aus Projekten und Organisationen

Der Arbeitsalltag wird auf Grund vielfältiger Anforderungen immer komplexer und anspruchsvoller. Oft ist man nicht mehr nur in einem, klar abgegrenzten Aufgabengebiet tätig, sondern muss weitaus vielschichtigere Arbeitsfelder abdecken. Dabei können die gestiegenen Anforderungen auch als starke Herausforderung empfunden werden, wenn auf komplexe Problemlagen in meist kurzer Zeit reagiert werden muss. In solchen Fällen kann es hilfreich sein die Perspektive anderer Menschen zu einer bestimmten Sachlagen kennenzulernen und eine Beratung von Außenstehenden zum eigenen Anliegen zu bekommen.

Das Seminar gibt Einblick in die Methode der kollegialen Fallberatung. Diese Form der Praxisberatung ist ein Verfahren, welches dazu dient auf individuelle Anliegen der Teilnehmenden einzugehen und persönliche Fragen oder Probleme jeder/s Einzelnen zu bearbeiten.

Es geht bei dieser Methode nicht darum, die „Wahrheit“ über einen Konflikt oder eine Problemlage herauszufinden. Vielmehr stehen unterschiedliche Wahrnehmungen und Hypothesen nebeneinander und sind alle gleich gültig. Im Mittelpunkt steht ein lebendiger Austausch aller Beteiligten, um die Perspektive der Ratsuchenden so zu erweitern, dass neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten entstehen können. Auf diese Weise ist es möglich Lösungsmöglichkeiten für individuelle Anliegen und Fragen zu entwickeln.

Im Seminar wird zunächst die Methode der kollegialen Fallberatung vorgestellt. Die Teilnehmerinnen bekommen dann die Möglichkeit eigene Anliegen aus ihrem beruflichen Alltag vorzustellen und im Rahmen der kollegialen Beratung zu bearbeiten. Ziel ist es dabei auch, dass die Teilnehmerinnen einen Einblick in eine konkrete Methode der Anliegenbearbeitung kennenlernen, die sie auch in ihre berufliche Praxis einbinden können.

Themenschwerpunkte

Einführung in die Methode der kollegialen Fallberatung
konkrete Anwendung der Methode in der Gruppe zu persönlichen Anliegen der Teilnehmerinnen
Feedback geben und nehmen


Dem Streit ein Ende setzten

Für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, deren Stellvertreter/-innen, Führungskräfte, Mitarbeitende der Personalverwaltung, interessierte Personen aus Projekten und Organisationen

Überall dort, wo Menschen miteinander in Austausch und Kontakt treten, treffen tagtäglich unterschiedlichste Meinungen, Perspektiven und Sichtweisen aufeinander, müssen Konflikte ausgetragen werden und prägt die Gruppendynamik den Arbeitsalltag entscheidend mit. Konflikte sind dabei immer auch Entwicklungschancen für ein Team, wenn sie konstruktiv aufgenommen und verhandelt werden.

Dabei kommt man nicht umhin sich mit Konflikten zu beschäftigen. Konfliktvermeidung hat einen hohen Preis. Wenn Probleme dauerhaft ignoriert und nicht bearbeitet werden, kann dies zu Demotivation und Hemmungen bei den Mitarbeiter/innen führen. Daher ist es umso wichtiger Konflikten vorzubeugen, sie zu verstehen und konstruktiv zu bewältigen.

Dabei kann es für viele, von einem Konflikt betroffene Personen oder Gruppen oft schwer sein diesen selbst fruchtbar zu bearbeiten. Die Vermittlung durch eine unparteiische dritte Person kann dann helfen Klarheit über Ursachen des Problems zu bekommen, Bedürfnisse der einzelnen Parteien herauszuarbeiten und so eine konflikthafte Situation zu entschärfen und in konstruktive Bahnen zu lenken.

Im Seminar werden dabei Methoden der Konfliktbearbeitung in Gruppen vorgestellt, die auch gewinnbringend für die alltägliche berufliche Praxis in Gruppen- und Beratungsgesprächen sowie Teamsitzungen angewendet werden können.

Themenschwerpunkte

Grundlagen der Kommunikationspsychologie
Dynamiken in Gruppen
Einführung in das Verfahren der Mediation
Moderation von Team- und Gruppensitzungen
Konstruktive Konfliktlösungsstrategien
Methoden der kreativen Lösungsfindung
Praxisarbeit und Übungen


Herausfordernde Aufgaben

Zielgruppe: Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie deren StellvertreterInnen, für MitarbeiterInnen aus Gleichstellungsprojekten und sozialen Einrichtungen, andere Interessierte

Projektmanagement ist eine Führungs- und Organisationsmethode, um komplexe Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. Was bedeutet es nun Projektarbeit als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte zu machen und was sind die Faktoren, die Erfolg und Misserfolg bestimmen? Welche materiellen und immateriellen Ressourcen braucht es, woher bekommt frau diese – und welche typischen Hindernisse tauchen immer wieder auf? Diesen Fragen will das Seminar nachgehen und sowohl theoretisch als auch an konkreten Beispielen praktisch bearbeiten. Dabei stehen besonders Aspekte der gendersensiblen Projektplanung und die äußeren Rahmenbedingungen von Gleichstellungsprojekten im Fokus.

Das Seminar richtet sich nach den besonderen Interessen und Fallbeispielen der TeilnehmerInnen, eine Schwerpunktsetzung wird im Vorfeld mit Ihnen abgestimmt.


Seminare

Auf den folgenden Seiten finden Sie Angebote zur Schulung und Weiterbildung von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in allen Institutionen, wie Schulen, (Verwaltungs-)Behörden, Hochschulen, usw.

Gern können sich auch Mitarbeitende aus Projekten und sozialen Einrichtungen, Hochschulen, Unternehmen und andere an Gleichstellung interessierte Personen zu unseren Seminaren anmelden.

Wir machen Ihnen außerdem Inhouse-Angebote nach Ihren Bedarfen in Form von Tagesseminaren, aber auch als Weiterbildungsreihen und Workshops ab 3 Stunden in ganz Sachsen. Wir laden Sie in unsere Räume in das FrauenBildungsHaus in Dresden, kommen aber auch gern zu Ihnen vor Ort.

Bitte wählen Sie in der rechten Navigationsleiste, zu welchem Thema Sie mehr Informationen wünschen.